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Es werden Posts vom Oktober, 2024 angezeigt.

Wie Frieden zwischen den Religionen möglich wäre

 In den letzten Tagen hatten wir Besuch von einer alten Bekannten unserer Gemeinschaft, die sich seit vielen Jahren im Buddhismus heimisch fühlt. Gemeinsam hatten wir auch gute Gespräche über Spiritualität. Dabei haben wir wieder einmal für uns festgestellt, dass es im Grunde weniger wichtig ist, in welcher Religion ich meinen Glauben lebe, als dass ich ein spiritueller Mensch bin, d.h. dass ich mich eingebunden fühle in etwas größeres, welches das Judentum, Christentum und der Islam als Gott bezeichnen, dass ich versuche ein guter Mensch zu sein, der achtsam und liebevoll mit sich, seinen Mitmenschen und der Schöpfung umgeht und das Leben wertschätzt.  Den Glauben wirklich zu leben - egal in welcher Religion - ist mehr als das Ausführen von Methoden, dem mechanischen Sprechen von vorgefertigten Gebeten oder dem bloßen Einhalten von Regeln und Geboten. Erst wenn ich dies mit Liebe tue und in Beziehung trete, zu diesem größerem "Etwas", wenn ich z.B. sage: "Ich glaube an ...

Bücher über Bücher

  Die Klosterbibliothek ist ein wichtiger Ort im Kloster und zumeist recht umfangreich an Werken. Sie ist die Hauptquelle unserer persönlichen Weiterbildung, wobei die Bibel für uns Christen wohl das wichtigste Buch bleibt. Das heißt, eigentlich ist die Bibel ja schon eine eigene Bibliothek, denn sie besteht selbst ja aus vielen verschiedenen Büchern. In unserem Tagesablauf ist übrigens ganz offiziell eine Stunde am Tag für die geistliche Buchlektüre mit eingeplant! Wer im Kloster lebt, sollte also durchaus auch gerne lesen :-)

Therese von Lisieux

Heute, am 1. Oktober feiern wir das Fest der Karmelheiligen Theresia vom Kinde Jesu oder Therese von Lisieux. 1873 in der Normandie geboren, trat sie im Alter von 15 Jahren in den Karmel von Lisieux ein, wo bereits ihre älteren Schwestern lebten. Sie starb 1897 mit nur 24 Jahren. Obwohl sie in der Zeit des Rigorismus lebte, in der man glaubte mit Bußwerken Gott gnädig stimmen zu müssen, erkannte sie, dass allein die Liebe zählt und Gottes Gnade es vermag, sie wie in einem Aufzug zu ihm emporzuheben. Kleine Werke der Nächstenliebe waren ihre "Bußübungen" und sie verstand es, auch mit den Mitschwestern die ihr eigentlich zuwider waren, so umzugehen, dass diese meinten Therese würde sie besonders mögen.