Direkt zum Hauptbereich

"Wenn Engel reisen..."

 


Am 29. Juli bin ich zusammen mit Sr. Sara nach Ludwigsburg-Hoheneck aufgebrochen, wo vom 31.07.-11.08. die diesjährige karmelitanische Noviziatstagung stattgefunden hat. Dazu kommen alle in Ausbildung befindlichen Schwestern (Postulantinnen, Novizinnen und Schwestern mit zeitlicher Profess), sowie ihre Ausbilderinnen aus den Karmelitinnenklöstern deutschlands und österreichs zusammen, um sich auszutauschen und gemeinschaftlich zu lernen. 

Dieses Jahr waren Sr. Lioba aus der Bendeiktinerinnen-Abtei Mariendonk und Sr. Franziska von den Heilig-Kreuz-Schwestern aus Altötting als Referentinnen geladen. Es ging um Entwicklungs- und Religionspsychologie, sowie um Kommunikation und dies immer schön aufs Klosterleben bezogen. Es waren zwei sehr interessante Seminare!

Der Austausch und das nähere Kennenlernen blieben dabei nicht auf der Strecke. So haben wir zur Halbzeit auch einen wunderschönen Ausflug zu unseren Mitschwestern in den Karmel Würzburg - "Himmelspforten" - unternommen!

Auf dem Foto bin ich zu sehen, kurz nachdem Sr. Sara und ich in Ludwigsburg angekommen sind. Das zweite Eis war ihres. Aber hätte sie nur einen kleinen Moment länger fürs Fotografieren benötigt, denn hätte ich keine andere Wahl gehabt, als auch an ihrem zu schlecken - schade eigentlich... :-)

Wie findet ihr übrigens mein neues "Sommeroutfit"? Es ist mein Probemodell, dass ich in diesen Wochen im wahrsten Sinne des Wortes Probe getragen habe. Fazit: Ich fühle mich pudelwohl in ihm!

Inzwischen sind wir wieder in Hannover und der Alltag hat mich wieder. Zunächst ein großer Wäscheberg in der Waschküche und im Nähzimmer ist auch so einiges los. Neben neuer Sommerkleidung sind auch einige Buchhüllenbestellungen eingegangen, die bearbeitet werden wollen und für den Christkönigsbasar bei uns im Kloster nähe ich auch schon. Will da noch einer Behaupten, wir seien arbeitsscheu???


Viele Grüße aus Hannover und noch einen schönen Sommer!

Sr. Franziska

p.S.: Während unserer Bildungsreise hat es zwar sehr viel geregnet, aber immer wenn Programm für draußen geplant war, war es trocken und die Sonne zeigte sich von der schönsten Seite - "Wenn Engel reisen..." ;-)

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wie Frieden zwischen den Religionen möglich wäre

 In den letzten Tagen hatten wir Besuch von einer alten Bekannten unserer Gemeinschaft, die sich seit vielen Jahren im Buddhismus heimisch fühlt. Gemeinsam hatten wir auch gute Gespräche über Spiritualität. Dabei haben wir wieder einmal für uns festgestellt, dass es im Grunde weniger wichtig ist, in welcher Religion ich meinen Glauben lebe, als dass ich ein spiritueller Mensch bin, d.h. dass ich mich eingebunden fühle in etwas größeres, welches das Judentum, Christentum und der Islam als Gott bezeichnen, dass ich versuche ein guter Mensch zu sein, der achtsam und liebevoll mit sich, seinen Mitmenschen und der Schöpfung umgeht und das Leben wertschätzt.  Den Glauben wirklich zu leben - egal in welcher Religion - ist mehr als das Ausführen von Methoden, dem mechanischen Sprechen von vorgefertigten Gebeten oder dem bloßen Einhalten von Regeln und Geboten. Erst wenn ich dies mit Liebe tue und in Beziehung trete, zu diesem größerem "Etwas", wenn ich z.B. sage: "Ich glaube an ...

Viel Geduld und ein herzliches Lachen

  Manches Mal braucht es viel Geduld, bis sich die Mühe einer Tätigkeit auszahlt oder eine langersehnte Sehnsucht sich erfüllt. Ich selbst habe in den letzten drei Jahren vergeblich versucht Sonnenblumen in meinem Beet zur Blüte zu bringen. Jedoch waren entweder die Schnecken schneller oder die Samen kamen gar nicht erst zur Keimung. In diesem Jahr habe ich 12 Sonnenblumen wochenlang auf meiner Fensterbank vorgezogen, bis sie dann ins Beet kamen. Von den ehemals 12 haben noch 6 Leben in sich und die erste und kräftigste steht seit gestern in schöner Blüte. In der heutigen ersten Lesung (Gen 18,1-10a) hören wir, dass Abraham und Sara im hohen Alter die Nachricht erhalten, dass Sara im nächsten Jahr ein Kind haben wird. Ihr ganzes Leben lang, hat Sara auf Kinder gehofft, doch jetzt, wo sie das gebärfähige Alter überschritten hat, soll sie doch noch ein Kind empfangen. Dass Sara daraufhin beginnt zu lachen, unterschlägt uns die Lesung, da sie vorzeitig abbricht. Genau deshalb wurde in...

"Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen"

  Auch im kontemplativen Kloster gilt Paulus Leitspruch: "Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen" (2. Thessalonicher 3,10).  Zugegeben, bei uns sieht "Arbeit" etwas anders aus, als bei dem Großteil der Menschheit. Wir arbeiten nämlich innerhalb unseres eigenen Klosters und nach Möglichkeit im Stillschweigen und gehen nicht - im Gegensatz zu den apostolisch-tätigen Ordensgemeinschaften - außerhalb des Klosters einem Beruf nach.  Unsere "Hauptaufgabe" ist das Gebet: Laudes, Terz, Sext, Vesper, Komplet, dazu Eucharistiefeier, zwei Stunden persönliches Gebet am Tag und geistliche Lektüre, z.B. in der Bibel. Das macht etwa 4 bis 5 Stunden des Tages aus. Etwa genauso viel Zeit am Tag verbringen wir aber auch mit eher "praktischen" Tätigkeiten wie: Hausarbeit, Verwaltung, Gartenpflege, Liturgievorbereitung oder der Arbeit in unseren Klosterwerkstätten. Zudem sind wir auch Anlaufstelle für viele (rat-)suchende Menschen. Früher hatten die Klös...