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Es werden Posts vom September, 2024 angezeigt.

"Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen"

  Auch im kontemplativen Kloster gilt Paulus Leitspruch: "Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen" (2. Thessalonicher 3,10).  Zugegeben, bei uns sieht "Arbeit" etwas anders aus, als bei dem Großteil der Menschheit. Wir arbeiten nämlich innerhalb unseres eigenen Klosters und nach Möglichkeit im Stillschweigen und gehen nicht - im Gegensatz zu den apostolisch-tätigen Ordensgemeinschaften - außerhalb des Klosters einem Beruf nach.  Unsere "Hauptaufgabe" ist das Gebet: Laudes, Terz, Sext, Vesper, Komplet, dazu Eucharistiefeier, zwei Stunden persönliches Gebet am Tag und geistliche Lektüre, z.B. in der Bibel. Das macht etwa 4 bis 5 Stunden des Tages aus. Etwa genauso viel Zeit am Tag verbringen wir aber auch mit eher "praktischen" Tätigkeiten wie: Hausarbeit, Verwaltung, Gartenpflege, Liturgievorbereitung oder der Arbeit in unseren Klosterwerkstätten. Zudem sind wir auch Anlaufstelle für viele (rat-)suchende Menschen. Früher hatten die Klös...

FREIHEIT

  Freiheit ist für mich... "Nein"-sagen zu können die Möglichkeit mich ohne äußere Zwänge für eine Lebensform, etc. zu entscheiden und mich an diese zu binden Ich-selbst-sein zu dürfen, ohne mich verstellen zu müssen dass ich in meiner mir von Gott geschenkten Würde geachtet werde und meine Talente und Potenziale zum Wohle aller einsetzen und entfalten darf innerhalb des gewählten Rahmens selbst kreativ-wirksam zu sein für mein Leben selbst Verantwortung zu übernehmen Freiheit ist für mich NICHT ... davon abhängig, ob ich in allen Lebensbereichen mein eigener Chef bin das Offenhalten aller Optionen Bindungslosigkeit gleichbedeutend mit Beliebigkeit oder Grenzenlosigkeit die Abwesenheit von Verzicht, Regeln, Herausforderungen, Leid, etc.

Wie ein Fisch im Wasser

... Da bin ich wieder! :-)  Vor einiger Zeit las ich den Satz: "Der Mönch im Kloster ist wie ein Fisch im Wasser. Fühlte er sich außerhalb von diesem lange wohl, dann wäre er eine andere Spezies und kein Mönch" (sinngemäß aus dem Kopf zitiert). Diese Woche kam er mir auf einmal wieder in den Sinn und beschäftigt mich seitdem. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich ihn entdeckt habe, evtl. bei Michael Casey, von dem ich einige Schriften in den letzten Monaten gelesen habe. Vielleicht aber habe ich ihn auch wo anders gelesen. Sollte ich ihn wiederfinden, werde ich die Quelle noch nachreichen. Zunächst war mir diese Aussage unsympathisch, da es mir eigentlich wichtig ist, mich außerhalb meines Klosters genauso zurecht zu finden, wie innerhalb und ich nicht gerne als "weltfremd" betitelt werde. Aber beim genaueren Hinsehen, offenbart er mir eine tiefe Wahrheit und hilft zu erklären, warum es zumeist so schwierig ist Außenstehenden unsere klösterliche Lebensform verständlich...

Bloggen und digitale Medien

  Liebe Leserinnen und Leser, ein Social Media Experte sagte mir schon vor Jahren, dass das Bloggen und ähnliches nur funktioniere, wenn man jeden Tag mindestens einen Post setze. Er mag für den professionellen Rahmen sicherlich recht haben, aber meins war das noch nie. Auch im digitalen Zeitalter möchte ich mir einfach nicht vorschreiben lassen, wann und wie oft ich meine digitalen Geräte nutze. Da ich selbst spüre, wie schnell sie in der Lage sind meine Konzentration zu bündeln und mich von meinen eigentlichen Zielen abzulenken, versuche ich auch seit einiger Zeit Laptop und Smartphone nur noch samstags zu nutzen - was zugegeben nicht immer funktioniert und sicherlich auch nicht dogmatisch eingehalten werden muss. Manchmal ist der Gebrauch dieser Multifunktionsgeräte einfach sinnvoll oder sogar notwendig, doch diese selbst gesetzte Regelung hilft mir persönlich, mich unter der Woche auch schneller wieder von ihnen loszueisen. Und dank Festnetztelefon ist es ja nicht so, als wäre ...