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Bloggen und digitale Medien

 


Liebe Leserinnen und Leser,

ein Social Media Experte sagte mir schon vor Jahren, dass das Bloggen und ähnliches nur funktioniere, wenn man jeden Tag mindestens einen Post setze. Er mag für den professionellen Rahmen sicherlich recht haben, aber meins war das noch nie. Auch im digitalen Zeitalter möchte ich mir einfach nicht vorschreiben lassen, wann und wie oft ich meine digitalen Geräte nutze. Da ich selbst spüre, wie schnell sie in der Lage sind meine Konzentration zu bündeln und mich von meinen eigentlichen Zielen abzulenken, versuche ich auch seit einiger Zeit Laptop und Smartphone nur noch samstags zu nutzen - was zugegeben nicht immer funktioniert und sicherlich auch nicht dogmatisch eingehalten werden muss. Manchmal ist der Gebrauch dieser Multifunktionsgeräte einfach sinnvoll oder sogar notwendig, doch diese selbst gesetzte Regelung hilft mir persönlich, mich unter der Woche auch schneller wieder von ihnen loszueisen. Und dank Festnetztelefon ist es ja nicht so, als wäre ich tagsüber ohne mein Smartphone nicht erreichbar.

An meinem  Klosterblog schreibe ich jetzt schon einige Jahre, komme dabei noch nicht mal auf einen Post im Monat und wollte immer wieder ganz aussteigen. Dennoch werde ich immer wieder von begeisterten Leser*innen auf diesen angesprochen und auch die Statistik zeigt, dass mein Blog durchaus gelesen wird.

Daher eine gute Nachricht: Der Blog wird weiter geführt und ich habe mir bereits ein paar Themen für Posts überlegt, die in den nächsten Wochen und Monaten - vorzugsweise samstags :-) - veröffentlicht werden sollen. Aber auch weiterhin gilt: Ich schreibe nur, wenn mir gerade eine Idee kommt und nicht weil mal wieder ein Post gesetzt werden "muss".

Heute werde ich allerdings gleich noch einen zweiten Post veröffentlichen...

Also, bis gleich!

Eure Sr. Franziska

Beliebte Posts aus diesem Blog

"Wenn Engel reisen..."

  Am 29. Juli bin ich zusammen mit Sr. Sara nach Ludwigsburg-Hoheneck aufgebrochen, wo vom 31.07.-11.08. die diesjährige karmelitanische Noviziatstagung stattgefunden hat. Dazu kommen alle in Ausbildung befindlichen Schwestern (Postulantinnen, Novizinnen und Schwestern mit zeitlicher Profess), sowie ihre Ausbilderinnen aus den Karmelitinnenklöstern deutschlands und österreichs zusammen, um sich auszutauschen und gemeinschaftlich zu lernen.  Dieses Jahr waren Sr. Lioba aus der Bendeiktinerinnen-Abtei Mariendonk und Sr. Franziska von den Heilig-Kreuz-Schwestern aus Altötting als Referentinnen geladen. Es ging um Entwicklungs- und Religionspsychologie, sowie um Kommunikation und dies immer schön aufs Klosterleben bezogen. Es waren zwei sehr interessante Seminare! Der Austausch und das nähere Kennenlernen blieben dabei nicht auf der Strecke. So haben wir zur Halbzeit auch einen wunderschönen Ausflug zu unseren Mitschwestern in den Karmel Würzburg - "Himmelspforten" - unternommen!...

Wie Frieden zwischen den Religionen möglich wäre

 In den letzten Tagen hatten wir Besuch von einer alten Bekannten unserer Gemeinschaft, die sich seit vielen Jahren im Buddhismus heimisch fühlt. Gemeinsam hatten wir auch gute Gespräche über Spiritualität. Dabei haben wir wieder einmal für uns festgestellt, dass es im Grunde weniger wichtig ist, in welcher Religion ich meinen Glauben lebe, als dass ich ein spiritueller Mensch bin, d.h. dass ich mich eingebunden fühle in etwas größeres, welches das Judentum, Christentum und der Islam als Gott bezeichnen, dass ich versuche ein guter Mensch zu sein, der achtsam und liebevoll mit sich, seinen Mitmenschen und der Schöpfung umgeht und das Leben wertschätzt.  Den Glauben wirklich zu leben - egal in welcher Religion - ist mehr als das Ausführen von Methoden, dem mechanischen Sprechen von vorgefertigten Gebeten oder dem bloßen Einhalten von Regeln und Geboten. Erst wenn ich dies mit Liebe tue und in Beziehung trete, zu diesem größerem "Etwas", wenn ich z.B. sage: "Ich glaube an ...

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