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Grüße zum Ende der Osteroktav


 Heute, am "Weißen Sonntag", endet die Osteroktav und ich komme endlich dazu einen etwas späten Ostergruß zu schreiben.

Die Kar- und Ostertage waren dieses Jahr wieder sehr dicht. Wir hatten das Haus voller netter Gäste. Jedes Bett war belegt und auch die Kirche war an jedem Tag voller Menschen. Es ist einfach schön zu sehen und zu spüren, für wie viele wir hier ein geistliches Zentrum bilden.

Da ich dieses Jahr zum ersten Mal in der Osternacht die Orgel spielen durfte, war diese für mich besonders aufregend. Ich weiß, dass ich kein Profi bin und doch ist die eigene Erwartung hoch, dass an einem solchen besonderen Fest alles perfekt wird. ER hat mich fleißig unterstützt dabei in dieser Nacht und die feiernde Gemeinde hat aus Herzenskraft gesungen.

Auch heute wurde unsere Kirche wieder von festlichem Gesang erfüllt. Ein Chor mit Sängerinnen und Sängern aus Ruanda hat diese Messe für uns musikalisch gestaltet. Ich finde es faszinierend wie einfach und natürlich das bei ihnen klingt und kann mich darüber freuen, dass ich an solchen Tagen ganz entspannt den Gottesdienst mitfeiern kann, ohne irgendwelche besonderen Aufgaben zu haben. 

Und so wünsche ich allen Leserinnen und Lesern noch einen entspannten und schönen Weißen Sonntag und weiterhin eine gesegnete Osterzeit!

 

Viele Grüße aus dem Karmel in Hannover

Sr. Franziska 

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